Vergewaltigung ist ein Thema worüber gerade Frauen nur sehr ungern sprechen. Ist ja auch verständlich angesichts der Tatsache das Frauen ja auch fast immer die Opfer sind .Soll nicht heißen das es keine Männer gibt die wiederum von Männern vergewaltigt werden. Wer kennt nicht den Spruch im Knast: „ lass bloß nicht die Seife fallen....“ Aber worum es mir hier geht ist die Vergewaltigung von verschiedenen punkten aus zu betrachten .Bei einer Vergewaltigung geht es nicht nur um die eigentliche Sexuelle Befriedigung des Täters, sondern in vielen Fällen auch um eine Machtausübung. Viele Vergewaltiger sind in ihrem normalen Umfeld sehr unscheinbar. Man kann es also keinem ansehen. Und was noch viel erschreckender ist das die größte Zahl der Vergewaltigungen im Familiären Umkreis zu finden ist. Die Vergewaltigung in der Ehe ist da ein besonderes Thema. Ihr direkter Nachweiß ist immer schwer zu erbringen, obwohl doch ein Nein von der Ehefrau, sehr deutlich ist, oder?

 

Das liegt aber auch daran das man in einer Ehe davon ausgehen kann, dass es den vereinbarten Sex ja auch schon über einen längeren Zeitraum gegeben hat. Und warum ausgerechnet jetzt der Sex nicht mehr vereinbart gewesen sein soll. In einer Ehe gibt es auch noch unterschiedliche Sexpraktiken mit Rollenspielen was wiederum zu unterschiedlichen Auffassungen führt. Das gängige Argument des Ehemannes ist doch: „ Sie hat es sonst auch immer etwas härter gewollt, sonst hat es ihr doch auch immer gefallen“. Und was die Sache noch etwas erschwert ist der Punk, das sich in letzter Zeit anzeigen wegen sexueller Belästigung und Vergewaltigung im Nachhinein als falsch erwiesen. Wo Frauen aus purer Rache einfach mal eine Anzeige gegen ihre Ex-Ehemänner machten, um ihnen eins auszuwischen. Auch Anzeigen von Schülerinnen gegen ihre Lehrer haben sich schon oft als falsch erwiesen. Für diese Lehrer bedeutet das meist das berufliche aus. Leider werden diese Beschuldigten nie rehabilitiert, es bleibt immer etwas haften in den köpfen der Menschen die in diesem Umfeld wohnen. Meist müssen die betroffenen wegziehen und ihm wahrsten sinne des Wortes ein neues Leben beginnen, und wenn die dann auch noch ein Haus und Familie haben kann sich ja jeder vorstellen was da für Probleme auftreten. Selbst wenn sich ihre Unschuld im Nachhinein herausstellt ist meist alles zu spät. Leider werden durch die Falschanzeigen, die wahren Täter entlastet, weil durch das mistrauen was entsteht, erst mal die Frau beweisen muss das sie wirklich vergewaltigt wurde. Dieses mistrauen wurde leider von Frauen verursacht, die nicht über die Konsequenz ihrer Falschaussagen nachgedacht haben.

 

Ein entscheidendes Thema wenn es um Vergewaltigung geht ist die Frage, ob sich die Frau wehren soll oder nicht. Da gibt es eigentlich nur zwei Meinungen die einen meinen, Ja die Frauen sollten sich auf alle fälle wehren. Und die anderen sagen eben, die Frauen können eh nichts machen, wenn sie sich wehren wird es nur noch schlimmer. Sehr viele Kampfkünstlerinnen vertreten natürlich die Meinung das man sich auf alle fälle wehren sollte. Sie untermauern das sehr häufig mit Statistiken: Text: Gudrun Glaser, 2. TG WT

(Schriftliche Arbeit zum 2. Technikerprüfung)

 

 

 

„ Die Gegenwehr-Statistik aber belegt,

 

- dass Schreien in jedem zweiten Fall erfolgreich ist, aber nur bei der Hälfte aller Übergriffe von den Frauen eingesetzt wird (gelähmt vor Angst und stumm).

- dass Weinen und leichter bis gar kein Widerstand keine Tat aufhält.

- dass ohne Gegenwehr, bzw. nur mit verbalen Umstimmungsversuchen seitens des Opfers die Tat zu 81 % ausgeführt wird – Abbrüche der Tat ergeben sich meist nur durch Störungen von Außen.

- dass leichte bis mittlere Gegenwehr, also zögerlicher, eher passiver Einsatz der Stimme, Arme, Beine oder des gesamten Körpers und Werkzeugen zwar noch 68 % ausmacht,

- dass massive Gegenwehr dagegen (dabei handelt es sich noch nicht einmal um geübte Kampfsportlerinnen) in zwei von drei Fällen zum Abbruch des Täters führt (auch Finten sind teilweise erfolgreich). Energischer Einsatz der Stimme, von Kratzen, Beißen und immerhin Treten oder Schlagen lässt den Täter zu 86% aller Fälle aufgeben.“

 

 

 

So viel zu Statistiken, meine persönliche Meinung ist, das so etwas nur Überzeugungsargumente sind die wirklich nicht hilfreich sind. Sie verfälschen sehr oft das tatsächliche Bild. Ich habe da immer ein sehr schönes Beispiel, wenn von 10 Leuten, einer 10 Millionen hat, die anderen aber gar nichts, sind statistisch gesehen aber alle Millionäre. Das erkläre jetzt aber mal den 9 Leuten die gar nichts haben. Ich hoffe ihr wisst was ich meinte.

 

Und noch mal ein kleiner Denkanstoß, ich habe noch nie eine Statistik gelesen, die Aussagen darüber gemacht haben, ob sich Opfer die getötet wurden gewehrt haben, oder nicht. Aber genau darauf kommt es doch an, überleben, oder? Ich will damit aber auch nicht sagen dass man sich nicht wehren soll, das wäre ganz schön dumm. Nein man muss die Situation richtig einschätzen und sich im richtigen Moment wehren, das ist meiner Meinung nach sehr wichtig. Also, es nützt fast gar nichts wenn man nach Hilfe schreit, obwohl man mitten im Wald ist und Kilometer weg von jeglicher Hilfe ist, oder? Es aber wiederum Sinn macht, wenn man in der nähe von öffentlichen Plätzen Opfer wird, um dann nach Hilfe zu rufen, wo auch die Change sich erhöht das der Täter aus furcht vor Entdeckung von seinem Opfer läst.

 

Oder, wenn man sich wehrt ist es sinnvoll, wenn man körperlich sehr stark unterlegen ist im direkten Kampf, auf die Gelegenheit zu warten bis ein Kräftegleichgewicht entstanden ist oder der Täter sich zu sicher fühlt. Es ist meist nicht leicht für eine Frau sich zu wehren ,wenn sie von einem Mann mit beiden Händen festgehalten wird, aber leichter wenn er nur noch mit einer Hand hält. Was ich damit sagen will, ist eigentlich ganz simpel, irgendwann muss der Täter sein Opfer mit einer Hand loslassen, um seine Hose aufzumachen, oder eben die Hose des Opfers (Rock, Slip usw.). Mir ist zumindest bis heute nicht bekannt das eine Frau von einem Mann angegriffen wurde der seine Hose schon offen hatte oder gar ohne umher gelaufen ist, er muss halt noch mal Hand anlegen, was aber dem Opfer einen Vorteil verschaffen kann ( aber nicht zwangsläufig auch muss) um sich erfolgreich zu wehren, mit einem Fingerstich ins Auge oder einem Schlag zum Kehlkopf.

 

Aber was für mich sehr viel bedeutender ist, ist die Tatsache, das mich immer mehr Frauen ein und die selbe Frage stellen: „Aber was passiert wenn ich mich wehre, und erfolglos bleibe?“ Wenn ich ganz ehrlich bin, ist eine gewisse Ratlosigkeit bei mir, auf diese Frage weiß ich bis heute keine wirklich sinnvolle Antwort. Und was ich noch herausgefunden habe ist auch ganz interessant, eigentlich wollen sich alle Frauen wehren, aber weil sie eben Angst davor haben was passiert, wenn sie sich wehren, das aber keinen Erfolg hat, wird aus dem wollen wieder ein nichts tun. Und das wiederum erleichtert dem Täter seine Tat bis zum ende durchzuführen.

 

Leider ist das eine Tatsache die keine Statistik braucht.